🤖 Workshop Nachschlagewerk

KI in der Kita –
praxisnah & zukunftsorientiert

Ihr digitales Nachschlagewerk für alle 5 Workshop-Module. Prompting-Schema, Checklisten und Beispielprompts – alles auf einen Blick.

5 Module 05. März 2026 Verband kath. Kindertageseinrichtungen Bayern e.V.
Verband katholischer Kindertageseinrichtungen Bayern

Der Workshop auf einen Blick

Von 9 bis 16:30 Uhr – alle 5 Module mit Zeiten und Kernthemen.

09:00–10:3090 Min.
M1

Orientierung & Grundlagen

Was ist KI? Große Sprachmodelle verstehen. Die Prompt-Formel kennenlernen. Erste eigene KI-Erfahrung. KI-Landkarte für Ihre Einrichtung.

10:30–10:45Pause

Kaffeepause

Kurze Erholung. Geräte auf dem Tisch lassen.

10:45–12:1590 Min.
M2

KI als Assistenz für Leitungsaufgaben

Prompt-Formel in der Praxis. Elternbriefe, Gesprächsleitfäden, SOPs erstellen. Gallery Walk. Iteratives Prompting. Stellvertretung absichern. Drei Tonlagen.

12:15–13:00Mittagspause
🍽

Mittagspause

13:00–14:3090 Min.
M3

KI in der pädagogischen Praxis

Entwicklungsberichte mit KI. Lerngeschichten. Sprachförderangebote. Bildgenerierung. Stationenarbeit mit Ampel-Bewertung.

14:30–14:45Pause

Kurze Pause

14:45–15:4560 Min.
M4

Verantwortungsvoller KI-Einsatz

DSGVO-Grundregeln. EU-KI-Verordnung. Ethische Leitfragen. Bias-Beispiel. Fallarbeit. Gemeinsame Checkliste „Verantwortungsvoller KI-Einsatz".

15:45–16:3045 Min.
M5

Transfer & nachhaltige Verankerung

Mein KI-Profil. 30-60-90-Tage-Aktionsplan. Team-Leitbild. Ressourcenpaket. Abschlussrunde.

Die 5 Workshop-Module

Was Sie in jedem Modul lernen und mitnehmen.

🧭
Modul 1 · 90 Min.

Orientierung & Grundlagen

09:00–10:30 Plenum + Einzelarbeit Keine Vorkenntnisse

Einstieg in die Welt der KI – ohne Technik-Kauderwelsch. Sie verstehen, was KI kann und nicht kann, machen Ihre erste eigene Erfahrung und entwickeln eine Landkarte für den Einsatz in Ihrer Einrichtung.

  • ✓ Was KI ist und wie Sprachmodelle funktionieren
  • ✓ Erste eigene KI-Erfahrung gemacht
  • ✓ Die Prompt-Formel mit 6 Bausteinen kennengelernt
  • ✓ KI-Landkarte für den eigenen Leitungsalltag erstellt
  • ✓ Chancen und Grenzen realistisch einschätzen
📋
Modul 2 · 90 Min.

KI als Assistenz für Leitungsaufgaben

10:45–12:15 Einzelarbeit + Partnerarbeit Gallery Walk

Sie arbeiten an echten Aufgaben aus Ihrem Leitungsalltag und nehmen ein fertiges Ergebnis mit – einen Gesprächsleitfaden, einen Elternbrief oder eine SOP-Gliederung.

  • ✓ Praxisgerechte Texte für den Leitungsalltag erstellt
  • ✓ Iteratives Prompting angewendet
  • ✓ Gliederung für einen „Leitungsordner light"
  • ✓ Dieselbe Botschaft in 3 Tonlagen formuliert
  • ✓ Unterschied KI-Vorbereitung vs. Entscheidung verinnerlicht
🎨
Modul 3 · 90 Min.

KI in der pädagogischen Praxis

13:00–14:30 Stationenarbeit Ampel-Bewertung

Drei Stationen: Beobachtungsdokumentation, Sprachbildung und Bildgenerierung. Sie erleben live, wo KI echten Mehrwert liefert – und wo fachliche Grenzen gelten.

  • ✓ Entwicklungsbericht aus Stichpunkten erstellt
  • ✓ Lerngeschichte / Sprachförderangebot generiert
  • ✓ KI-Bild für den Kita-Alltag erzeugt
  • ✓ Ampel-Urteil (grün/gelb/rot) abgegeben
  • ✓ Grenzen und Bias in KI-Texten erkannt
🛡️
Modul 4 · 60 Min.

Verantwortungsvoller KI-Einsatz

14:45–15:45 Plenum + Kleingruppen Fallarbeit

DSGVO, EU-KI-Verordnung und ethische Leitfragen – praxisnah und ohne Juristensprache. Sie erarbeiten gemeinsam eine verbindliche Checkliste für Ihre Einrichtung.

  • ✓ 3 DSGVO-Grundregeln für den KI-Einsatz benennen
  • ✓ EU-KI-Verordnung in der Praxis verstanden
  • ✓ Gender-Bias-Beispiel (Lukas/Leyla) erlebt
  • ✓ 2 Fallkarten analysiert und Regeln abgeleitet
  • ✓ Checkliste „Verantwortungsvoller KI-Einsatz" in der Hand
🚀
Modul 5 · 45 Min.

Transfer & nachhaltige Verankerung

15:45–16:30 Einzelarbeit + Tandem

Was bleibt von heute? Sie entwickeln Ihr persönliches KI-Profil, planen konkrete nächste Schritte und verankern das Gelernte in Ihrem Alltag.

  • ✓ Persönliches KI-Profil (Stärken + Grenzen)
  • ✓ 30-60-90-Tage-Aktionsplan mit Terminen
  • ✓ Team-Leitbild „KI in unserer Einrichtung"
  • ✓ Digitales Materialpaket heruntergeladen

Das Prompting-Schema

6 Bausteine für einen guten Prompt. Je mehr Kontext Sie geben, desto besser das Ergebnis.

🎭

Rolle

Aus welcher Perspektive soll die KI antworten?

„Du bist eine erfahrene Kita-Leitung in Bayern mit 15 Jahren Berufserfahrung."
📋

Kontext

Was muss die KI über Ihre Situation wissen?

„Unsere Einrichtung hat 4 Gruppen, 75 Kinder, Schwerpunkt Naturpädagogik, arbeitet nach dem BayBEP."
✏️

Aufgabe

Was genau soll die KI tun?

„Schreibe einen Elternbrief, der über die neuen Abholzeiten informiert."
📐

Format

Wie soll das Ergebnis aussehen?

„Maximal 1 Seite, mit Aufzählung der wichtigsten Punkte, zum Ausdrucken geeignet."
🗣️

Ton

Wie soll der Text klingen?

„Freundlich und wertschätzend, nicht belehrend, auf Augenhöhe mit Eltern."
🚫

Einschränkungen

Was soll die KI vermeiden?

„Keine medizinischen Ratschläge. Keine personenbezogenen Daten. Kein Fachjargon."

Iteratives Prompting

KI ist kein einmaliger Befehl – es ist ein Dialog. Verfeinern Sie in mehreren Runden.

Start
Erster Prompt
Schritt 2
Entwurf prüfen
Schritt 3
Verfeinern
Schritt 4
Erweitern
Schritt 5
Anpassen
Fertig
Einsatzbereit
💬

Kontext ergänzen

„Mache den Ton wärmer und füge einen Abschnitt zur Eingewöhnung hinzu."

✂️

Kürzen / Umstrukturieren

„Kürze auf maximal eine halbe Seite. Fasse Punkte 3 und 4 zusammen."

🎯

Perspektive wechseln

„Formuliere das Ganze aus der Perspektive der Erzieherin, nicht der Leitung."

📝

Tabelle anfordern

„Stelle die Entscheidungsgrenzen als klare Ja/Nein-Tabelle dar."

Beispielprompts

Fertige Prompt-Vorlagen nach Modul. Passen Sie Platzhalter [in eckigen Klammern] an Ihre Situation an.

Einstiegstest – Eingewöhnungsmodell
Modul 1
Du bist Assistent für Kita-Leitungen.

Erkläre in max. 100 Wörtern, was bei der Eingewöhnung nach dem 
Berliner Eingewöhnungsmodell wichtig ist.

Zielgruppe: Pädagogische Fachkräfte
Ton: Verständlich, strukturiert, praxisnah
Tipp: Variieren Sie das Modell: Münchener Modell, bindungsorientierte Eingewöhnung. Oder ändern Sie die Zielgruppe auf Eltern oder Praktikant*innen.
Frage mit Kontext – Kind, das morgens weint
Modul 1
Du bist erfahrene Kita-Leitung.

Situation: Wir haben 4 Gruppen, davon 2 Krippengruppen. 
Eine neue Erzieherin fragt mich, wie sie am besten mit einem Kind 
umgeht, das morgens sehr lange weint.

Gib mir 5 konkrete Handlungsschritte für die Erzieherin.

Format: Nummerierte Liste, je 1-2 Sätze
Ton: Unterstützend, fachlich fundiert, ermutigend
Tipp: Andere Situationen: Beißen, Konflikte zwischen Kindern, Essensverweigerung. Andere Adressat*innen: Praktikant*innen, Eltern, Stellvertretung.
Tagesordnung Teamsitzung
Modul 1
Du bist Moderatorin für Team-Sitzungen in Kitas.

Erstelle eine Tagesordnung für eine Team-Sitzung (2 Stunden) 
zum Thema: "Unsere pädagogische Haltung zu Partizipation".

Die Tagesordnung soll:
- 6-8 Tagesordnungspunkte enthalten
- Zeitangaben für jeden TOP haben
- Mix aus Information, Diskussion und praktischen Übungen sein
- Mit einer aktivierenden Warm-up-Methode beginnen
- Mit konkreten Vereinbarungen enden

Format: Tabellarisch (TOP | Zeit | Methode | Verantwortlich)
Tipp: Andere Themen: Beschwerdemanagement, Sprachbildung, Inklusion, BNE. Andere Formate: Dienstbesprechung, Konzeptionstag, Klausurtag.
Iteratives Prompting – Offene Arbeit
Modul 1
PROMPT 1:
Du bist Pädagogik-Expertin für Kindertageseinrichtungen.

Erkläre das Konzept "Offene Arbeit" in Kitas in max. 150 Wörtern.

PROMPT 2 (Nachfrage):
Jetzt erkläre die 3 häufigsten Missverständnisse über offene Arbeit 
und wie man sie aufklären kann.

PROMPT 3 (Nachfrage):
Erstelle eine Checkliste mit 8 Punkten: "Ist unsere Einrichtung 
bereit für offene Arbeit?"
Tipp: Andere Konzepte: Reggio-Pädagogik, Situationsansatz, Early Excellence. Andere Fragestellungen: Elternarbeit, Raumgestaltung, Portfolio-Arbeit.
Gesprächsleitfaden Jahresgespräch
Modul 2
Du bist Coach für Führungskräfte im pädagogischen Bereich.

Erstelle einen Gesprächsleitfaden für folgendes Mitarbeiter*innengespräch:

Kontext: Jahresgespräch mit einer Erzieherin, die seit 3 Jahren 
in unserer Einrichtung ist. Sie ist sehr engagiert, hat aber Schwierigkeiten, 
Grenzen zu setzen – übernimmt zu viel, wirkt zunehmend erschöpft.

Der Leitfaden soll:
- 5 Gesprächsphasen haben (Begrüßung, Rückblick, Feedback, Ziele, Abschluss)
- Zu jeder Phase: 3-4 konkrete Leitfragen
- Raum für Wertschätzung UND konstruktive Entwicklungshinweise lassen
- Eine Vereinbarung zu "Selbstfürsorge" vorbereiten

Ton: Wertschätzend, klar, auf Augenhöhe
Format: Strukturiert, mit Zeitangaben pro Phase

Ziel: Die Mitarbeiterin soll sich gesehen fühlen UND konkrete Strategien mitnehmen.
Tipp: Andere Anlässe: Kritikgespräch, Rückkehr nach Elternzeit, Konfliktgespräch. Andere Themen: Teamkonflikte, mangelnde Zuverlässigkeit, Überforderung.
Elternbrief – schwierige Botschaft
Modul 2
Du bist Kita-Leitung mit langjähriger Erfahrung.

Schreibe einen Elternbrief zum Thema: 
Eingeschränkte Öffnungszeiten im Sommer wegen Personalmangel 
(3 Wochen im August nur 7:00-15:00 Uhr statt bis 17:00 Uhr).

Der Brief soll:
- Max. 250 Wörter umfassen
- Folgende Struktur haben:
  1) Wertschätzende Einleitung
  2) Klare Information über die Änderung
  3) Transparente Begründung (Fachkräftemangel, Urlaubsregelungen)
  4) Lösungsansatz: Was tun wir, um die Situation zu verbessern?
  5) Angebot: Gespräch bei individuellen Härtefällen
  6) Dank für Verständnis
- Zielgruppe: Berufstätige Eltern mit unterschiedlichem Bildungshintergrund
- Ton: Empathisch, transparent, aber verbindlich

Keine Fachbegriffe. Einfache, klare Sprache. 
Die Nachricht ist schwierig – der Ton soll Vertrauen erhalten.
Tipp: Andere schwierige Themen: Beitragserhöhung, Gruppenschließung, Kündigung einer Fachkraft. Andere Zielgruppen: Trägervertreter, Jugendamt, Kooperationspartner.
Stellenbeschreibung – Stellvertretende Leitung
Modul 2
Du bist HR-Expertin für Kindertageseinrichtungen.

Erstelle eine Stellenbeschreibung für folgende Position:
Stellvertretende Leitung für eine 3-gruppige Kita (30 Std/Woche)

Die Stellenbeschreibung soll enthalten:
1) Stellentitel und Einordnung
2) Über uns (kurz: katholischer Träger, 75 Kinder, Team von 12)
3) Ihre Aufgaben (mind. 6 Hauptaufgaben):
   - Unterstützung der Leitung in pädagogischen Belangen
   - Vertretung bei Abwesenheit
   - Teamentwicklung und Coaching
   - Elternarbeit
   - Qualitätsentwicklung
   - [weitere selbst ergänzen lassen]
4) Ihr Profil (mind. 5 Anforderungen)
5) Wir bieten (mind. 5 Punkte inkl. Vergütung nach TVöD SuE)
6) Bewerbungshinweise (Unterlagen, Kontakt, Frist)

Ton: Professionell, wertschätzend, authentisch
Format: Übersichtlich strukturiert, ca. 1,5 Seiten
Tipp: Andere Positionen: Gruppenleitung, Springkraft, Inklusionsfachkraft. Andere Stundenumfänge: Vollzeit, geringfügig, Teilzeit 20h.
SOP – Ablauf Entwicklungsgespräch
Modul 2
Du bist Organisationsexpertin für Kindertageseinrichtungen.

Erstelle eine Standard Operating Procedure (SOP) für folgenden Prozess:
Vorbereitung und Durchführung eines Entwicklungsgesprächs mit Eltern.

Phase 1: Vorbereitung (4 Wochen vor Termin)
- Termin vereinbaren
- Beobachtungen sammeln, Portfolio sichten, Entwicklungsbogen aktualisieren

Phase 2: Unmittelbare Vorbereitung (1 Woche vorher)
- Gesprächsleitfaden erstellen, Raum organisieren

Phase 3: Durchführung (Gesprächstag)
- Raum vorbereiten, Begrüßung, Gesprächsführung, Dokumentation

Phase 4: Nachbereitung (direkt danach)
- Protokoll erstellen, Vereinbarungen festhalten, Follow-up planen

Zu jeder Phase:
- 5-8 konkrete To-Dos
- Wer ist verantwortlich? (Bezugserzieherin / Leitung / Team)
- Zeitpunkt / Frist

Format: Tabellarisch, zum Abhaken geeignet

Besonderheit: Berücksichtige, dass manche Eltern eine andere 
Muttersprache haben oder Unterstützung brauchen.
Tipp: Andere Prozesse: Kinderschutzfall-Meldung, Neuaufnahme, Eingewöhnung, Übergabe an Schule. Andere Perspektiven: Aus Sicht der Gruppenleitung, aus Sicht des Trägers.
Entscheidungshilfe – Teamkonflikt
Modul 2
Du bist erfahrener Coach für Kita-Leitungen.

Folgende Situation beschäftigt mich:
In meinem Team gibt es zwei Erzieherinnen, die sich nicht verstehen. 
Beide sind fachlich kompetent, aber arbeiten in derselben Gruppe und 
schaffen es nicht, konstruktiv zusammenzuarbeiten. Die Atmosphäre 
in der Gruppe leidet, und ich merke, dass auch die Kinder angespannt sind.

Ich bin unsicher, wie ich reagieren soll:
- Soll ich beide zu einem Klärungsgespräch einladen?
- Soll ich externe Supervision organisieren?
- Soll ich eine der beiden in eine andere Gruppe versetzen?
- Soll ich erst mal abwarten und beobachten?

Bitte zeige mir:
1) Welche Handlungsoptionen habe ich? (mind. 5 Optionen mit Vor- und Nachteilen)
2) Welche Fragen sollte ich mir stellen, bevor ich entscheide?
3) Einen möglichen Ablaufplan für die nächsten 4 Wochen

Wichtig: Ich möchte beiden Mitarbeiterinnen gerecht werden, 
aber die Kinder haben Vorrang.
Tipp: Andere Konflikte: Eltern vs. Erzieherin, Träger vs. Leitung, Team vs. Leitung. Andere Dilemmata: Personalmangel, finanzielle Engpässe, konzeptionelle Differenzen.
Rundschreiben / Team-Info
Modul 2
Du bist Kita-Leitung.

Erstelle eine Team-Info zum Thema:
Neue Dokumentationspflicht für Sprachförderung ab September 2026 
(Einführung eines standardisierten Beobachtungsbogens für alle Kinder 
ab 3 Jahren).

Die Info soll:
- Max. 1 DIN-A4-Seite (ca. 350 Wörter)
- Folgenden Aufbau haben:
  1) Betreff (klar und konkret)
  2) Anlass/Hintergrund (gesetzliche Grundlage: BayKiBiG-Novelle)
  3) Was bedeutet das konkret? (neuer Bogen, Zeitaufwand, Ablauf)
  4) Was müssen wir tun? (Checkliste mit 5 Punkten)
  5) Bis wann? (Frist: 01.09.2026)
  6) Unterstützungsangebot (Ich begleite euch, wir üben das gemeinsam)
- Ton: Klar, strukturiert, sachlich, aber wertschätzend

Das Team soll sich informiert fühlen, nicht überrumpelt.
Tipp: Andere Neuerungen: Neues Hygiene-Konzept, Änderung der Bring-/Abholzeiten, neue Software. Andere Adressaten: Nur Gruppenleitungen, gesamtes Team inkl. Küche/Reinigung.
Drei Tonlagen – Beispiel
Modul 2
Formuliere den folgenden Text in drei Varianten:

(1) Weich und empathisch – verständnisvoll, einladend, beziehungsorientiert
(2) Klar und sachlich – informierend, strukturiert, faktenorientiert  
(3) Begrenzend und verbindlich – bestimmt, respektvoll, eindeutig

Die Kernbotschaft soll gleich bleiben, nur der Ton soll sich 
deutlich unterscheiden.

[Ihr Text hier einfügen]
Tipp: Reflexionsfrage: Welcher Ton ist Ihr Standardton? Welchen vermeiden Sie eher?
Entwicklungsbericht aus Stichpunkten
Modul 3
Du bist pädagogische Fachkraft in einer Kita.

Erstelle einen strukturierten Entwicklungsbericht auf Basis 
folgender Beobachtungs-Stichpunkte:

Kind: [Pseudonym, z.B. "Kind M."], 4 Jahre, seit 2 Jahren in der Einrichtung

Beobachtungen zur Sprachentwicklung (letzte 3 Monate):
- Spricht in Zwei- bis Drei-Wort-Sätzen
- Wortschatz ca. 50 Wörter (geschätzt)
- Fragt aktiv nach ("Was das?")
- Singt gerne mit bei Liedern, aber nur einzelne Wörter
- Zeigt viel mit Gestik und Mimik
- Versteht Aufforderungen gut, kann aber selbst nicht alles ausdrücken
- Reagiert manchmal frustriert, wenn nicht verstanden

Der Bericht soll:
- Max. 300 Wörter umfassen
- Folgende Struktur haben:
  1) Einleitung (aktueller Stand)
  2) Beschreibung der Sprachentwicklung (ressourcenorientiert)
  3) Stärken des Kindes
  4) Entwicklungsfelder
  5) Pädagogische Impulse / nächste Schritte
- Ton: Wertschätzend, fachlich fundiert, verständlich für Eltern
- Keine Defizitorientierung – Fokus auf Entwicklungspotenziale

Wichtig: Verwende keine Phrasen wie "Kind M. zeigt Schwächen" 
oder "ist nicht altersgemäß". Beschreibe konkret und ressourcenorientiert.
Tipp: Andere Entwicklungsbereiche: Motorik, Sozialverhalten, Selbstständigkeit. Andere Altersgruppen: Krippenalter, Vorschulalter. Andere Formate: Lerngeschichte, Portfolio-Eintrag.
Lerngeschichte erstellen
Modul 3
Du bist Erzieherin und schreibst eine Lerngeschichte.

Situation: 
[Name des Kindes, z.B. "Lena"], 5 Jahre, hat letzte Woche beim Freispiel 
eine komplexe Murmelbahn gebaut. Sie hat verschiedene Materialien 
ausprobiert, ist mehrfach gescheitert, hat nicht aufgegeben, 
hat andere Kinder um Hilfe gebeten und am Ende eine funktionierende 
Bahn fertiggestellt. Sie war sehr stolz und hat die Bahn allen gezeigt.

Erstelle eine Lerngeschichte (ca. 200-250 Wörter), die:
- Direkt an das Kind gerichtet ist ("Liebe Lena, ...")
- Die Situation lebendig nacherzählt
- Die Kompetenzen des Kindes sichtbar macht (Problemlösung, Ausdauer, 
  soziale Kompetenz)
- Das Kind in seinem Tun bestärkt
- Mit einer Frage oder einem Impuls endet

Ton: Warmherzig, anerkennend, authentisch
Perspektive: Du hast das Kind beim Spielen beobachtet.
Tipp: Andere Situationen: Konfliktlösung, erste Freundschaft, Überwindung einer Angst. Andere Perspektiven: Lerngeschichte für Eltern, für das Portfolio.
Fingerspiel / Reim erstellen
Modul 3
Du bist Sprachpädagogin für Kindergartenkinder.

Erstelle ein Fingerspiel zum Thema "Frühling und Tiere erwachen" 
für Kinder zwischen 3 und 5 Jahren.

Das Fingerspiel soll:
- 6-8 Zeilen lang sein
- Einen klaren Rhythmus haben
- Einfache, konkrete Nomen verwenden (Käfer, Schmetterling, Vogel, etc.)
- Bewegungen für jede Zeile vorschlagen (z.B. "Finger krabbeln")
- Am Ende eine Pointe haben (z.B. alle Tiere sind wach)

Zusätzlich: Gib 3 Variationen an, wie ich das Fingerspiel 
für jüngere Kinder (U3) oder ältere Kinder (Vorschule) anpassen kann.

Ton: Fröhlich, lebendig, kindgerecht
Tipp: Andere Themen: Herbst, Winter, Zahlen, Farben, Körperteile. Andere Formate: Bewegungslied, Klatschspiel, Abzählreim.
Dilemma-Geschichte für Team-Diskussion
Modul 3
Du bist Pädagogik-Expertin für Kita-Fortbildungen.

Erstelle eine Dilemma-Geschichte für eine Team-Diskussion zum Thema: 
"Partizipation vs. Sicherheit".

Die Geschichte soll:
- Eine konkrete Situation aus dem Kita-Alltag beschreiben
- Ein echtes Dilemma enthalten (es gibt kein "richtig" oder "falsch")
- Zwei gleichwertige Werte in Konflikt bringen
- Max. 150 Wörter lang sein
- Mit einer offenen Frage enden

Beispielkontext: Eine Gruppe Vorschulkinder möchte im Garten 
ein "gefährliches" Experiment machen (z.B. Feuer, Werkzeug, Klettern).

Die Geschichte soll das Team ins Gespräch bringen über:
- Wo endet Partizipation?
- Wie viel Risiko dürfen/müssen wir Kindern zutrauen?
- Wie treffen wir Entscheidungen zwischen Kinderwunsch und Aufsichtspflicht?

Ton: Neutral, nicht wertend, realitätsnah
Tipp: Andere Dilemmata: Inklusion vs. Gruppeninteresse, Elternwunsch vs. fachliche Einschätzung. Andere Zielgruppen: Für Elternabend, für Konzeptionstag.
Bildungsangebot differenzieren – Zahlen und Mengen
Modul 3
Du bist Pädagogin für Vorschulkinder.

Ich plane ein Bildungsangebot zum Thema "Zahlen und Mengen" 
für eine altersgemischte Vorschulgruppe (4-6 Jahre).

Erstelle 3 Varianten desselben Angebots für unterschiedliche 
Entwicklungsstände:

Variante 1 (Einstieg): Für Kinder, die gerade erst Interesse an Zahlen zeigen
Variante 2 (Standard): Für Kinder, die bis 10 zählen können
Variante 3 (Erweiterung): Für Kinder, die erste Rechenoperationen verstehen

Zu jeder Variante:
- Konkretes Material
- Ablauf in 3-4 Schritten
- Lernziel
- Dauer (ca. 15-20 Min.)

Wichtig: Alle drei Varianten sollen sich wie "dasselbe Angebot" anfühlen.

Format: Tabellarisch übersichtlich
Tipp: Andere Themen: Literacy, Naturwissenschaft, Musik, Kunst. Andere Differenzierungen: nach Sprache, nach Interessen, nach Tempo.
Bildgenerierung – Prompt für KI-Bildgenerator
Modul 3
Erstelle ein Bild für einen Aushang in unserer Kita zum Thema 
"Herbstfest am 15. Oktober".

Das Bild soll zeigen:
- Eine fröhliche, vielfältige Gruppe von Kindern (4-6 Jahre alt) 
  unterschiedlicher Hautfarben
- Die Kinder stehen um einen Tisch mit Herbstdekoration 
  (Kürbisse, bunte Blätter, Laternen)
- Im Hintergrund ein Kita-Gebäude mit bunten Fenstern
- Die Sonne scheint durch herbstlich gefärbte Bäume (warmes Licht)

Stil: Freundlich, farbenfroh, illustrativ (wie ein Kinderbuch)
Perspektive: Leicht von oben, damit man den ganzen Tisch sieht
Stimmung: Einladend, fröhlich, gemeinschaftlich

Keine Texte im Bild. Keine erkennbaren Gesichter (Datenschutz).
Tipp: Andere Anlässe: Sommerfest, Tag der offenen Tür, Elternabend. Andere Perspektiven: Für Social Media, für Konzeption, für Präsentation.
Datenschutz-Check – Was darf in die KI?
Modul 4
Du bist Datenschutzbeauftragte für Kindertageseinrichtungen.

Ich möchte folgende Information in eine KI eingeben, um mir 
bei der Formulierung eines Entwicklungsberichts helfen zu lassen:

"Lena, 4 Jahre, wohnt in [Stadtteil], Eltern getrennt, lebt bei der Mutter. 
Spricht Deutsch und Türkisch. Hat eine Sprachentwicklungsverzögerung, 
bekommt Logopädie."

Beurteile:
1) Welche Informationen sind personenbezogen und dürfen NICHT in die KI?
2) Welche Informationen sind notwendig für eine hilfreiche KI-Antwort?
3) Wie kann ich die Information anonymisieren und trotzdem eine 
   gute Antwort bekommen?

Gib mir eine überarbeitete, datenschutzkonforme Version des Prompts.
Tipp: Andere Szenarien: Elternbrief, Gesprächsleitfaden, Protokoll. Andere Perspektiven: DSGVO vs. KDG (katholisches Datenschutzgesetz).
Ethik-Reflexion – Wo entscheide ich selbst?
Modul 4
Du bist Coach für pädagogische Fachkräfte.

Ich überlege, für folgende Situation KI zu nutzen:
Eine Mutter fragt mich, ob ich ihr Kind für "hochbegabt" halte. 
Ich bin unsicher, wie ich antworten soll, ohne die Mutter zu verletzen, 
aber auch ohne falsche Hoffnungen zu wecken.

Kann ich die KI fragen: "Wie erkenne ich Hochbegabung?" und ihre 
Antwort dann der Mutter weitergeben?

Analysiere:
1) Was kann die KI mir helfen? (z.B. Hintergrundwissen, Gesprächsstruktur)
2) Was MUSS ich selbst entscheiden?
3) Welche ethischen Fragen stellen sich?
4) Wie formuliere ich einen guten Prompt, der mir hilft, ohne 
   meine Verantwortung abzugeben?

Gib mir 3 konkrete Reflexionsfragen, die ich mir stellen sollte, 
bevor ich die KI nutze.
Tipp: Andere heikle Themen: Verdacht auf Kindeswohlgefährdung, Entwicklungsverzögerung, Verhaltensauffälligkeiten.
Bias-Sensibilisierung – Stereotype erkennen
Modul 4
Du bist Diversity-Trainerin für pädagogische Einrichtungen.

Ich habe die KI gebeten, mir eine Liste mit "typischen Jungen-Spielen" 
und "typischen Mädchen-Spielen" zu erstellen.

Analysiere:
1) Warum ist diese Anfrage problematisch?
2) Welche Stereotype könnte die KI reproduzieren?
3) Wie könnte ich die Frage umformulieren, um eine reflektierte, 
   diversity-sensible Antwort zu bekommen?

Gib mir 3 alternative Prompts, die das Thema "geschlechtsspezifisches 
Spielverhalten" aufgreifen, ohne Stereotype zu verstärken.
Tipp: Andere Bias-Themen: Kulturelle Stereotype, Altersstereotype, Familienbild. Andere Anwendungen: Bildgenerierung, Textformulierung.
Grenzen der KI – Was sie NICHT kann
Modul 4
Du bist erfahrene Kita-Leitung.

Liste 10 Aufgaben aus meinem Leitungsalltag auf, bei denen 
ich KI NICHT einsetzen sollte oder kann.

Begründe jeweils kurz (1 Satz), warum die KI hier an ihre Grenzen stößt 
oder warum es ethisch/rechtlich problematisch wäre.

Beispiel:
"Entscheidung, ob ein Kind reif für die Schule ist" –
Weil die KI das Kind nicht kennt und die Entscheidung eine pädagogische 
Facheinschätzung erfordert, die nur ich als Leitung treffen kann.

Kategorien:
- Pädagogische Kernaufgaben
- Personalgespräche
- Rechtliche Entscheidungen
- Elternkontakt
Tipp: Andere Perspektive: Was kann KI GUT, was kann sie NICHT? Andere Zielgruppe: Für Eltern erklärt, für Team erklärt.
Datenschutz-Kurzinfo für Eltern
Modul 4
Du bist Kita-Leitung und möchtest Eltern transparent informieren, 
dass KI in der Einrichtung eingesetzt wird.

Schreibe einen kurzen Informationstext für Eltern (max. 150 Wörter):
- Wofür wird KI in unserer Einrichtung eingesetzt?
- Was NICHT (keine Kinderdaten, keine Beurteilungen)
- Wer prüft die Ergebnisse?

Ton: Transparent, sachlich, vertrauensbildend
Keine Fachbegriffe. Kein Technikkauderwelsch.

WICHTIG: KI unterstützt nur bei Textentwürfen und Organisation –
pädagogische Entscheidungen trifft immer das Team.
Tipp: EU-KI-Verordnung verlangt Kennzeichnung und Information der Nutzer*innen. Passen Sie den Text an Ihren konkreten Anwendungsfall an.
KI-Nutzungsvereinbarung für das Team
Modul 4
Du bist Organisationsberaterin für Kindertageseinrichtungen.

Erstelle eine einfache Team-Vereinbarung zum Thema 
"KI-Nutzung in unserer Kita" mit 5-7 klaren Regeln.

Die Vereinbarung soll abdecken:
- Was ist erlaubt (welche Aufgaben, welche Tools)
- Was ist nicht erlaubt (Datenschutz, Tabu-Bereiche)
- Wer prüft KI-Ergebnisse?
- Wie kennzeichnen wir KI-generierte Texte?
- Wie schulen wir neue Mitarbeitende?

Format: Übersichtlich, zum Unterschreiben geeignet
Ton: Verbindlich aber nicht bürokratisch
Tipp: Die Vereinbarung ist ein Entwurf. Klären Sie rechtliche Fragen mit dem Träger ab. Berücksichtigen Sie auch das KDG (kirchliches Datenschutzrecht).
Persönliches KI-Profil entwickeln
Modul 5
Du bist Coach für Führungskräfte im Bildungsbereich.

Hilf mir, mein persönliches KI-Nutzungsprofil zu erstellen.

Stelle mir 10 Reflexionsfragen, die mir helfen herauszufinden:
- Wofür möchte ich KI gerne nutzen? (Stärken)
- Wofür bewusst NICHT? (Grenzen)
- Wo entlastet mich KI mental?
- Wo brauche ich menschlichen Austausch?
- Welche Ängste habe ich?
- Welche Chancen sehe ich?

Die Fragen sollen konkret, praxisnah und selbstreflexiv sein.

Format: 10 nummerierte Fragen, jeweils mit einem Satz Erklärung, 
warum diese Frage wichtig ist.
Tipp: Andere Perspektiven: KI-Profil für mein Team, für meine Einrichtung. Andere Formate: Als Selbsteinschätzungs-Skala, als Interview-Leitfaden.
30-60-90-Tage-Plan – KI einführen
Modul 5
Du bist Change-Management-Expertin für Bildungseinrichtungen.

Erstelle einen realistischen 30-60-90-Tage-Plan für die Einführung 
von KI in meiner Kita.

Rahmenbedingungen:
- Ich bin Leitung einer 4-gruppigen Einrichtung
- Mein Team hat unterschiedliche Vorerfahrungen mit digitalen Tools
- Ich habe am Workshop teilgenommen und 3 konkrete Anwendungsfälle identifiziert:
  1) Entwicklungsberichte schreiben
  2) Elternbriefe formulieren
  3) Team-Sitzungen vorbereiten

30 Tage (erste feste Routinen):
- Welche 2-3 Aufgaben nehme ich mir persönlich vor?
- Wie bringe ich KI-Wissen ins Team?

60 Tage (Team einbinden):
- Wie binde ich Stellvertretung / Gruppenleitungen ein?
- Welche ersten gemeinsamen Regeln vereinbaren wir?

90 Tage (Reflexion):
- Was hat funktioniert?
- Was wird angepasst?
- Entscheidung über Weiterentwicklung

Format: Übersichtlich, mit konkreten Terminen und Verantwortlichkeiten.
Tipp: Andere Zeiträume: 6-Monats-Plan, 1-Jahres-Plan. Andere Schwerpunkte: Nur Dokumentation, nur Verwaltung, nur Elternarbeit.
Team-Leitbild – KI in unserer Einrichtung
Modul 5
Du bist Organisationsentwicklerin für Kindertageseinrichtungen.

Hilf mir, ein Team-Leitbild "KI in unserer Einrichtung" zu entwickeln.

Das Leitbild soll 10 klare Aussagen enthalten:
- 5 Aussagen vom Typ "KI hilft uns bei ..." (Chancen)
- 5 Aussagen vom Typ "KI entscheidet nicht über ..." (Grenzen)

Die Aussagen sollen:
- Konkret und verständlich sein (keine Floskeln)
- Für alle im Team nachvollziehbar sein
- Sowohl pädagogische als auch administrative Bereiche abdecken
- Eine klare Haltung vermitteln

Beispiel einer guten Aussage:
"KI hilft uns, Beobachtungen strukturiert zu dokumentieren –
die pädagogische Einschätzung treffen wir selbst."

Gib mir 10 Vorschläge, aus denen wir im Team auswählen können.
Tipp: Andere Formate: Als Poster, als Aushang für Eltern, als Konzeptionstext. Andere Zielgruppen: Für Kinder erklärt, für Eltern erklärt.
Methoden für Team-Transfer
Modul 5
Du bist Erwachsenenbildnerin für pädagogische Teams.

Ich möchte das KI-Wissen aus dem Workshop in mein Team tragen.

Entwirf mir 3 verschiedene Methoden (jeweils ca. 30-45 Min.), 
mit denen ich das Team an KI heranführen kann:

Methode 1: Aktivierender Einstieg (für Teams ohne Vorerfahrung)
Methode 2: Stationenarbeit (für Teams mit gemischten Vorkenntnissen)
Methode 3: Prompt-Werkstatt (für Teams, die schon Interesse zeigen)

Zu jeder Methode:
- Lernziel
- Ablauf in 3-4 Schritten
- Benötigtes Material
- Zeitrahmen
- Erwartbare Reaktionen und wie ich damit umgehe

Ton: Praxisnah, ermutigend, realistisch
Tipp: Andere Settings: Konzeptionstag, Dienstbesprechung, Klausurtag. Andere Zielgruppen: Nur Leitungsteam, gesamtes Team inkl. Küche/Hauswirtschaft.
Ressourcensammlung – Toolbox für danach
Modul 5
Du bist Wissensmanagement-Expertin für Bildungseinrichtungen.

Erstelle eine kuratierte Ressourcensammlung zum Thema "KI in der Kita", 
die ich künftig nutzen kann.

Die Sammlung soll folgende Kategorien enthalten:

1) Prompt-Vorlagen (10-15 Stück):
   - Für welchen Zweck?
   - Beispiel-Prompt
   - Tipps zur Anpassung

2) Datenschutz-Checkliste:
   - Was darf in die KI?
   - Was muss ich beachten?

3) KI-Tools-Übersicht:
   - Welche Tools gibt es?
   - Kostenlos / kostenpflichtig?
   - Wofür geeignet?

4) Weiterführende Quellen:
   - Online-Kurse, Fachartikel, Communities / Netzwerke

Format: Übersichtlich, zum Ausdrucken geeignet, max. 4 Seiten
Tipp: Andere Schwerpunkte: Nur Datenschutz, nur Bildgenerierung, nur Verwaltung. Andere Formate: Als digitales Padlet, als gedruckte Handreichung.

Checklisten

Klicken Sie auf die Kästchen, um Punkte abzuhaken. Die Seite merkt sich Ihren Fortschritt.

🔒

Datenschutz-Checkliste

DSGVO-konforme KI-Nutzung in der Kita

Grundregeln
Keine Namen, Geburtsdaten, Diagnosen, Adressen oder Fotos von Kindern oder Familien in KI-Tools eingeben – immer Pseudonyme verwenden
Keine personenbezogenen Daten von Mitarbeitenden (Name, Krankmeldungen, Konflikte) in KI eingeben
Wenn der Träger KI-Tools offiziell einführt: Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) erfragen und vorweisen lassen
Qualitätssicherung
Jedes KI-generierte Dokument wird von einer Fachkraft geprüft – auf Fakten, Haltung, Sprache und Bias
KI-generierte Texte und Bilder werden gekennzeichnet, wenn sie an Dritte gehen (Eltern, Träger, Behörden)
Transparenz
Eltern werden informiert, dass und wofür KI in der Einrichtung eingesetzt wird
Das Team kennt die geltenden KI-Regeln und hat diese schriftlich vereinbart

⛔ Tabu-Bereiche

  • Kinderschutz-Dokumentation (§ 8a SGB VIII)
  • Meldungen an die Aufsichtsbehörde (§ 47 SGB VIII)
  • Gutachten mit rechtlicher Wirkung
  • Besondere Datenkategorien (Gesundheit, Religion, Herkunft)
⚖️

Ethik-Checkliste

Die 5 großen Fragen für verantwortungsvollen KI-Einsatz

Ethische Leitfragen
🔍 Wessen Interessen? Dient der KI-Einsatz den Kindern, Eltern und Fachkräften – oder primär der Effizienz?
👁️ Bias prüfen: Jede Fachkraft prüft KI-Ergebnisse auf Stereotypen, Bias und kulturelle Sensibilität (Lukas/Leyla-Test)
🤝 Beziehung erhalten: KI entlastet – sie ersetzt niemals menschliche Zuwendung, Beziehung und pädagogisches Handeln
Verantwortung tragen: KI trifft keine Entscheidungen über Kinder – sie unterstützt Verschriftlichung und Vorbereitung
👤 Mensch im Mittelpunkt: KI wird nicht für Entscheidungen über Kinder oder Fachkräfte eingesetzt
Verantwortungsvoller Einsatz
KI-Einsatz wird im Team offen kommuniziert – keine versteckte Nutzung
„Die KI hat das geschrieben" ist keine Entschuldigung – wer einen Text verwendet, verantwortet ihn
Neue Mitarbeitende werden zu KI-Regeln eingeführt (Teil des Onboardings)
🚀

Transfer-Checkliste

Was nehme ich mit nach Hause?

Direkt nach dem Workshop
Digitalpaket heruntergeladen (QR-Code scannen)
Aktionsplan ausgefüllt (30-60-90-Tage)
In den ersten 30 Tagen
Eine konkrete KI-Anwendung im Leitungsalltag ausprobiert
Im nächsten Teammeeting über KI informiert / berichtet
Bis Woche 12
Stationenarbeit als Teamschulung durchgeführt
KI-Regeln im Team verabschiedet (Checkliste finalisiert)
Team-Leitbild „KI in unserer Einrichtung" fertiggestellt

Tipps für den Alltag

Das Wichtigste auf einen Blick – für schnelle Orientierung.

🌱

Klein anfangen

Starten Sie mit einer Aufgabe: ein Elternbrief, eine Checkliste, eine Agenda. Machen Sie Erfahrungen, bevor Sie das große Ganze angehen.

🔁

Iterieren, nicht aufgeben

Wenn das erste Ergebnis nicht passt – das ist normal. Sagen Sie der KI genau, was Sie stört und was besser sein soll. Selten ist Prompt 1 der beste.

👀

Immer prüfen

Jedes KI-Ergebnis ist ein Entwurf. Prüfen Sie Fakten, Ton und Haltung. Besonders bei pädagogischen oder rechtlichen Aussagen.

🎭

Rolle geben

„Du bist eine erfahrene Kita-Leitung in Bayern" liefert bessere Ergebnisse als ein nackter Befehl. Rollen aktivieren passendes „Wissen" der KI.

🧩

Kontext ist alles

Je mehr Kontext Sie geben (Anzahl Gruppen, BayBEP, Träger, Situation), desto spezifischer und nützlicher wird das Ergebnis.

🚫

Datenschutz-Faustregel

Keine echten Kindernamen, Elternnamen, Diagnosen, Adressen. Arbeiten Sie mit Pseudonymen wie „Kind A (4 Jahre, Mädchen)".

🤝

KI bereitet vor – Sie entscheiden

KI liefert Struktur, Sprache, Ideen. Die fachliche Entscheidung, das pädagogische Urteil und die Verantwortung bleiben bei Ihnen.

📚

Prompts speichern

Gute Prompts sind Arbeitsmittel. Speichern Sie sie in einer Notiz-App oder Textdatei. So starten Sie beim nächsten Mal nicht bei null.

Was KI gut kann

  • Texte schnell entwerfen und variieren
  • Ideen generieren, wenn man feststeckt
  • Strukturen schaffen (Gliederungen, Checklisten)
  • Zusammenfassen und vereinfachen
  • Verschiedene Tonlagen ausprobieren
  • Ersteentwürfe für SOPs, Briefe, Berichte

⚠️ Grenzen der KI

  • ! Halluzinationen: KI erfindet Fakten (Gesetze, Studien)
  • ! Kennt Ihre Einrichtung nicht – ohne Kontext generisch
  • ! Keine echte Empathie – kann nur so klingen
  • ! Übernimmt keine Haftung für Aussagen
  • ! Bias und Stereotypen (Lukas vs. Leyla)
  • ! Qualitätsschwankungen – manchmal brillant, manchmal falsch
Diese Fortbildung wird gefördert aus Mitteln des Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales